TAYÜ
Tayü, was für ein seltsamer Name für ein Spiel!
Dass der Titel aus dem Reich der Mitte kommt,
läßt sich dann aus der grafischen Gestaltung mit feuerspuckendem Drachen
auf der Schachtel kombinieren.
Letztendlich klärt uns dann die Spielanleitung auf.
Tayü ist eine chinesische Sagengestalt,
die das Land durch den Bau von Abwasserkanälen vor einer Sinnflut gerettet haben soll.
Und genau diese Kanäle gilt es zu bauen.
Mit Hilfe der schönen Spielsteine, die jeweils drei Kanalöffnungen aufweisen,
versuchen 2 Spieler, beginnend von einem gemeinsamen Startpunkt in der Mitte des
Spielplans, möglich viele Anschlußpunkte an ihre beiden Seiten zu bekommen.
Hierbei wird laufend aus dem Vorrat ein neuer Stein gezogen, der dann an einen bereits
liegenden angelegt wird. Es gilt für sich die besten Wege zu finden und die für den
Gegner zu erschweren.
Sobald ein Spieler keinen Stein mehr legen kann wird abgerechnet. Für jeden Anschluß
der Wasserwege an einer Seite erhält der Spieler eine Punkt, wobei es auch Bonusfelder
gibt, die doppelt zählen. Abschließend werden dann die Punkte der beiden Seiten
miteinander multipliziert und der Spieler mit der größten Gesamtzahl gewinnt das Spiel.
TAYÜ ist ein schnelles und äußerst Unterhaltsames Spiel. Die Grafik und das
Spielmaterial sind von ausgezeichneter Qualität, wobei mir besonders die Spielsteine
gefallen, die mich an Majong erinnern.
Obwohl in der Spielanleitung jeweils eine Regel für 3 und 4 Spieler aufgeführt ist,
überzeugt mich allein die Zweiervariante.
Mit TAYÜ hat der Kosmos Verlag eine Spielereihe mit taktischen Zweierspiele
hervorragend fortgeführt. Das einzige, was sauer aufstößt ist der hohe Preis von fast
DM 80,-.
TAYÜ von Niek Neuwahl, erschienen bei KOSMOS, dauert ca. 30-45 Minuten und kostet ca.
DM 80,- im Fachhandel.
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